Boxengeflüster

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Re: Boxengeflüster

Beitrag von DeFireCase am Mo 28 März 2016 - 11:49

Gute Info zum Glück ist ihm aber nichts Passiert.


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:04

Bob Bell (Renault): Wer mit Autos 2017 verloren hat

Bis Ende April 2016 muss das Reglement 2017 endlich definiert sein. Renault-Technikchef Bob Bell meint: «Wer nicht längst an der Arbeit ist, der hat schon verloren.»


Renault-Technikchef Bob Bell

Es spricht nicht für die Professionalität der Formel 1: Noch immer haben es die angeblich klügsten Köpfe der Branche nicht geschafft, das Reglement für 2017 zu zementieren – für das kommende Jahr, wenn die Grand-Prix-Renner breiter werden sollen, mit fetteren Reifen, einem aggressiveren Look, vor allem jedoch fünf Sekunden pro Runde schneller.

Längst haben Insider wie Williams-Technikchef Pat Symonds oder Formel-1-Champion Lewis Hamilton gewarnt: «Die Autos einfach fünf Sekunden schneller zu machen, das löst das Grundproblem nicht. Es wird immer noch zu schwierig sein, dem Vordermann dichtauf folgen zu können. Also wird die neue Formel 1 zwar schneller, aber der Sport wird dadurch nicht besser.»

Renault-Technikchef Bob Bell spricht über eine Aufgabe, die auf den ersten Blick unlösbar erscheint: Wir haben noch kein Regelwerk, aber die Teams müssten längst an der Konzeption der 2017er Autos arbeiten.

Die Arbeit wird auch dadurch beeinträchtigt, dass es bislang von Pirelli keine Windkanalreifen gibt. Weil auch die Italiener noch nicht wissen, was denn genau die FIA nun von ihnen in Sachen Reifenmasse will.

Bob Bell sagt gegenüber unseren Kollegen von ESPN: «Wir sprechen hier von einem mechanisch und aerodynamisch ganz anderen Auto. Ich glaube, jener Rennstall, der im kommenden Jahr die Nase vorn haben wird, der hat schon vor mindestens einem halben Jahr mit der Forschung begonnen, wenn nicht früher.»
Anders gesagt: Wer nicht längst mit der Arbeit am 2017er Auto begonnen hat, der hat schon jetzt verloren.

Bob Bell: «Es ist eine Riesenherausforderung, dieses neue Reglement gebacken zu bekommen. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Formel 1 eine Veränderung braucht, und hoffentlich wird die Reihenfolge ein wenig durchmischt.»

Natürlich spricht der Nordire da nicht ohne Eigennutz: All jene Rennställe sind für ein neues Reglement, die sie sich davon versprechen, nach vorne zu kommen. Alle Rennställe, die schon vorne sind, sperren sich erfahrungsgemäss gegen Neuerungen. So geht das seit Jahren.

Bob Bell sagt, es werde von entscheidender Bedeutung sein, ab welchem Punkt ein Team die Entwicklung des 2016er Autos herunterfährt, um sich vermehrt auf 2017 zu konzentrieren: «Wir werden unser Auto entwicklen, aber der Evolutionsrhythmus wird nicht so hoch sein wie früher. Wir werden nach den ersten Rennen analysieren, wo wir stehen und wie sich das mit unseren Zielen vereinbaren lässt, dann werden wir die Arbeit vernünftig auf 2016 und 2017 teilen.»

Welche Rolle spielt beim ganzen Problem eigentlich der Kopfschutz Halo (Heiligenschein), der von der FIA 2017 eingeführt werden soll, aber dessen Form ebenfalls noch nicht feststeht?

Bob Bell: «Das hat weniger Einfluss als auf den ersten Gedanken anzunehmen ist. Denn es handelt sich um ein Teil, das für alle gleich sein wird. Die Autos werden schwerer, der Schwerpunkt selber wandert nach oben, aber das geschieht alles aus den richtigen Gründen. Wichtig wird sein, wie der Bügel ins Gesamtkonzept des Autos eingepasst wird und dass alles in diesem Bereich so strukturell gesund ist wie das restliche Auto. Aber ich finde Halo eine gute Sache für die Formel 1.»

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89798/Bob-Bell-(Renault)-Wer-mit-Autos-2017-verloren-hat.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:12

Haas plant 2017: Arbeit am 2016er Auto bald fertig

Der US-amerikanische Rennstallbesitzer Gene Haas gibt zu: Viel wird sich am 2016er Renner von Romain Grosjean und Esteban Gutiérrez nicht mehr ändern.


Am Haas-Renner wird sich nicht mehr viel ändern

Die Formel-1-Neulinge von Haas hatten nach dem Melbourne-GP viel zu tun: Nicht nur, dass es für Romain Grosjean und Esteban Gutiérrez in Bahrain neue Frontflügel und Luftleitelemente geben wird, zudem musste der Unfallwagen des Mexikaners nach dem Crash mit dem McLaren-Honda von Fernando Alonso repariert werden.

Haas-Teamchef Günther Steiner: «Einige Teile, etwa das Chassis, wurden in unser europäisches Werk geschickt. Dort wurde alles analysiert und repariert. Wir können so etwas nicht in Bahrain vor Ort machen, haben aber genug Ersatzteile, um in Arabien ein neues Chassis aufzubauen. Das Unfallauto wird in England repariert und dann nach Bahrain geflogen, um als Reserve zur Verfügung zu stehen. Die Jungs im Werk mussten Tag und Nacht arbeiten, um das rechtzeitig hinzubekommen. Unser Ersatzteillager ist ziemlich leer, aber es reicht noch, um weiterzumachen, und hinter den Kulissen wird fleissig weitergearbeitet.»

Haas hat in Australien eben mal kurz die beste Leistung eines komplett neuen GP-Teams gezeigt seit Toyota 2002 (auch Mika Salo wurde damals, wie nun Romain Grosjean, in Melbourne Sechster).

Der Haas-Renner vom Typ VF-16 hat sich als verlässlicher Rennwagen herausgestellt, aber erstaunlicherweise wird sich das Auto von Grosjean und Gutiérrez kaum mehr ändern.

Gene Haas: «Wir haben noch einige Verbesserungen auf Lager, wie etwa den neuen Frontflügel. Aber dann werden wir die Entwicklung des 2016er Autos auf Sparflamme herunterschrauben. Die ganzen Veränderungen für 2017 werden radikal. Also glauben wir, es ist zielführender, wenn die Designer so früh und so viel als möglich am 2017er Auto arbeiten können.»

Um genau zu sein, arbeiten die Haas-Techniker schon länger am nächstjährigen Fahrzeug. Gene Haas bei racer.com: «Sobald wir das Design für das 2016er-Auto festgelegt hatten, haben die Arbeiten am 2017er-Auto begonnen. Das war zum Ende des letzten Jahres hin. Das Fahrzeugdesign wird erst so spät wie möglich festgelegt. Doch sobald die Entscheidung mal gefällt wurde, haben wir uns dem Nachfolger gewidmet. Die Konstrukteure haben sich gewissen Bereichen gewidmet, die man immer weiterentwickeln kann, etwa die Bremsbelüftungen oder die Kühlung. Wir hatten genügend Zeit, das Ganze richtig hinzubekommen. Die Extra-Zeit vor unserem Debüt haben wir genutzt, um die nötige Infrastruktur auf die Beine zu stellen. Die gute Nachricht ist, dass praktisch alles brandneu ist. Ich hoffe also, dass sich die Investitionen, die wir jetzt getätigt haben, über die nächsten zehn Jahre rechnen werden.»

Romain Grosjean ist nach Rang 6 in Australien happy: «Ehrlich gesagt lief es besser als erwartet. Das Wetter machte das ganze Rennwochenende sehr schwierig, auch das Qualifying war für alle eine knifflige Angelegenheit. Alles dreht sich natürlich um den Rennsonntag, dann muss die Leistung stimmen – und das tat sie bei uns auch. Das Auto war zuverlässig und kam ins Ziel. Die Strategie war perfekt. Ich wusste schon vom ersten Tag an, dass dieses Auto ein grosses Potenzial hat. Das haben wir in Australien nun bewiesen. Ohne das Auto wirklich abgestimmt zu haben, sind wir auf die Strecke gegangen und haben den sechsten Platz erobert.»

«Seit dem Wintertest läuft es, als ob wir alle schon seit Jahren miteinander arbeiten. So sieht das von aussen und von innen aus. Das dritte freie Training in Australien ist ein gutes Beispiel: Die Jungs haben den Unterboden in nur 25 Minuten gewechselt, das ist unglaublich! Sie haben es in Australien immer geschafft, die Autos auf die Strecke zu bringen und haben sich auch keine Fehler geleistet. Natürlich kann sich jeder noch weiter verbessern, aber insgesamt war es ein sehr gutes Gefühl. Das ist eine gute Truppe.»

Romains Ziel für Bahrain: «Wir brauchen mehr Erfahrungskilometer, um das Auto besser zu verstehen. Da ist eine lange Liste voller Dinge, die wir ausprobieren und verbessern wollen. Es ist viel Arbeit, doch andererseits bedeutet das auch, dass wir das Auto noch stark verbessern können. Ich sehe die Dinge gerne positiv. Wenn wir unser Programm in Bahrain voranbringen können, dann verbessert sich auch das Auto und wir können bessere Ergebnisse erzielen.»

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89783/Haas-plant-2017-Arbeit-am-2016er-Auto-bald-fertig.html


Zuletzt von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:14

Crash Fernando Alonso: Sitz des McLaren angerissen

McLaren hat bestätigt, dass beim schweren Unfall von Fernando Alonso in Australien der Sitz des Spaniers gerissen ist. Nun ermitteln die Sicherheitsexperten der FIA.


Fernando Alonso blickt auf seinen zerstörten McLaren

Aus jedem schweren Unfall wollen die Sicherheitsexperten des Autoverbands FIA so viel als möglich lernen. Daher gehört es zum üblichen Vorgehen der Regelhütel, sich von einem Unfallwagen die kompletten Daten zu beschaffen. Das geschah auch nach dem üblen Crash von Fernando Alonso beim Formel-1-Saisonauftakt in Australien.

Seit Jahren bemüht sich der Automobilweltverband FIA, die Sicherheit auf den Formel-1-Rennstrecken dieser Welt zu verbessern. Sowohl die Sicherheitsbestimmungen für die Boliden als auch für die Pisten wurden stetig verschärft, zudem wurden Unmengen von Daten zu 250 Unfällen erfasst. Diese Datenbank nutzen die Sicherheitsexperten, um die richtigen Schlüsse aus den Unfällen zu ziehen. Der Stand der Sicherheit ist hoch: Der frühere FIA-Präsident Max Mosley bezweifelt, ob Fernando Alonso vor zwanzig Jahren einen Crash wie in Melbourne überlebt hätte.

Immer wieder führen Unfälle auch zu direkten Regeländerungen, wie Mercedes-Technikchef Paddy Lowe erläutert: «Das Reglement ist für 2016 weitgehend stabil geblieben. Wir haben aber beispielsweise einen seitlichen Kopfschutz, der um 20 Millimeter höher geworden ist. Vor allem jedoch ist der Belastungstest von der Seite in diesem Bereich mehr als drei Mal so streng geworden. Der Prallschutz muss fünf Tonnen Last aushalten können! Hier geht es darum: Wenn grosse Teile eines Rennwagens oder gar ein ganzes Auto heranfliegt, dann muss der höhergezogene Prallschutz das verdauen können. Das war für die Chassisspezialisten eine Riesenaufgabe. Schliesslich wollten wir ja das Gewicht weiterhin so gering als möglich halten.»

Als eine der Massnahmen auf den schweren Unfall von Jules Bianchi in Suzuka 2014 (der Franzose erlag im Juli 2015 seinen Kopfverletzungen) wurde das so genannte virtuelle Safety-Car eingeführt – wenn der Führungswagen noch nicht auf der Bahn ist, die Piloten eine Unfallstelle aber nur mit deutlich verringertem Tempo passieren dürfen.

Die Rennwagen sind ab 2016 überdies mit Hochgeschwindigkeitskameras ausgerüstet, um den Filmaufnahmen Lernenswertes zu entnehmen.

Auch beim Crash von Fernando Alonso sind die Regelhüter aktiv geworden: Die FIA will von McLaren wissen, warum beim Unfall der Sitz des Spaniers im Schulterbereich gerissen (nicht gebrochen) ist. Der Spanier soll beim Crash einer Spitzenbelastung von 46g ausgesetzt gewesen sein.

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89763/Crash-Fernando-Alonso-Sitz-des-McLaren-angerissen.html


Zuletzt von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:17

Crash Fernando Alonso: Honda-Motor nicht zu retten

Die Analyse der Honda-Techniker in Sakura (Japan) ist abgeschlossen: Der Motor aus dem Unfallwagen von Fernando Alonso in Australien ist leider nicht mehr zu retten.


Fernando Alonsos Unfallwagen von Australien

Angesichts von Fernando Alonsos zertrümmertem Wagen in Australien war es schwer zu glauben, dass da noch was zu machen sein würde: Aber der 1,6-Liter-V6-Turbomotor des Spaniers wurde ins japanische Werke von Sakura geflogen, um zu prüfen, was davon noch zu retten sein könnte. Schon vor dem Ergebnis stand fest, dass der Spanier in Bahrain eine neue Antriebseinheit erhalten würde. Nun sagt Honda-Rennchef Yuzuke Hasegawa: «Die eingehenden Untersuchungsarbeiten haben leider ergeben, dass der Verbrennungsmotor und die Nebenaggregate stark beschädigt worden sind. Der Aufprall war einfach zu heftig.»

McLaren-Teamchef Eric Boullier: «Der kraftvollste Eindruck von Australien ist noch immer, dass Fernando einen schlimmen Unfall verhältnismässig glimpflich überstanden hat. Er wird im bisherigen Ersatz-Chassis fahren, mein Dank gilt dem Team, das diesen neuen Wagen so schnell aufgebaut hat.»

Fernando Alonso hat sich an seinem Wohnort Dubai erholt: «Ich konnte mich ein wenig ausruhen, nun kann ich es nicht erwarten, ins Auto zu steigen.»

Einfach wird es für den Champion von 2005 und 2006 nicht: Der Körper schmerzt noch immer, Alonso wird von Schlafstörungen geplagt. Ob die FIA am Donnerstag eine Routineuntersuchung durchführen wird, ist noch nicht entschieden. Von den eigenen Ärzten hat der Asturier die Erlaubnis erhalten, am Bahrain-GP-Wochenende teilzunehmen.

Alonso über Bahrain: «Die Strecke war immer gut zu mir, ich konnte dort drei Mal gewinnen. Es gibt zahlreiche Überholmöglichkeiten, das begünstigt unterhaltsame Rennen. Gleichzeitig haben wir eines der längsten Rennen des Jahres, Spritverbrauch ist immer ein Thema. In Melbourne konnten wir uns mit den Gegnern tüchtig balgen, ich gehe davon aus, dass es so weitergeht.»

Jenson Button glaubt: «In Bahrain geht es nicht nur um Sprit, du musst auch gute Bremsen haben, und ein gesunder Kompromiss ist ganz wichtig – das Auto ist so abzustimmen, dass du in den Kurven viel Abtrieb hast, der Wagen aber für die Geraden noch immer windschlüpfig genug ist. Im Laufe des Wochenendes bietet die Piste immer mehr Haftung, wenn mehr Gummi auf den Asphalt kommt. Bei der Abstimmung musst du auch in Betracht ziehen, dass die Temperaturen im Laufe des Rennens herunter kommen.»

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89744/Crash-Fernando-Alonso-Honda-Motor-nicht-zu-retten.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:20

Kein Aprilscherz: Regen im GP-Training von Bahrain?

Der Formel-1-Tross staunte nicht schlecht, als viele Fachkräfte am Montag die Aufbauarbeit fortsetzten: Dunkle Wolken, Blitze, Donner, viel Regen – sehr ungewohnt für Bahrain.


Blitz und Donner und Regen über dem Bahrain International Circuit

Ungläubige Blicke in den Himmel hoch: Konnte es sein? Ja, es konnte: Der Aufbau im Formel-1-Fahrerlager des Bahrain International Circuit (BIC) fand am Montag teilweise unter strömendem Regen statt. Die Organisatoren twitterten ein Bild eines stattlichen Blitzes, und vom trocken-sonnigen Wüstenklima war so gut wie gar nichts zu sehen. Erst am Dienstag zeigte sich der Inselstaat wieder von gewohnt sonniger Seite. Aber das muss nicht so bleiben.

Ausgerechnet am Freitag, 1. April, und das ist jetzt kein verfrühter Aprilscherz von uns, sagen die Meteorologen von Bahrain auf den Abend Gewitter vorher – so ziemlich genau zwischen 18.00 Uhr und 19.30 Uhr Lokalzeit, wenn auf dem BIC das zweite freie Training stattfinden sollte. Bis dahin soll es vorwiegend bewölkt bleiben, einige Schauer seien nicht auszuschliessen, erst für den Renntag (3. April) sind blauer Himmel und strahlender Sonnenschein vorgesehen.

Dies widerspricht allerdings der Prognose der Formel-1-Wetterspezialisten von Ubimet: Die sind der Überzeugung: «Am Freitag lockern die Wolken allmählich auf und machen der Sonne Platz, Schauer sind im Laufe des Tages nicht mehr zu erwarten. Die Temperaturen liegen bei rund 23 Grad. Das Wochenende bringt aus heutiger Sicht durchwegs trockene und recht sonnige Wetterverhältnisse, das Regenrisiko ist gering. Das Qualifying am Samstag sowie das Rennen am Sonntag finden somit bei trockenen Bedingungen statt. Die Temperaturen erreichen 23 bis 25 Grad.»

Regen in Arabien ist gar nicht so ungewöhnlich: Auf unserem Rückflug von Melbourne nach Zürich schüttete es bei unserer Einstoppstrategie in Dubai wie aus Kübeln, und 2010 fiel das Training der Porsche-Supercup-Tourenwagen in Abu Dhabi buchstäblich ins Wasser.

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89753/Kein-Aprilscherz-Regen-im-GP-Training-von-Bahrain.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:23

Force India in Bahrain: Pérez muss Neuling weichen

Force India lässt im ersten Training zum Grossen Preis von Bahrain erstmals in dieser Saison Neuling Alfonso Celis ans Lenkrad – Sergio Pérez muss einmal aussetzen.


Alfonso Celis bei den Wintertests in Spanien

Im Februar schüttelten Fachleute der Vollgasbranche den Kopf über das Wintertestvorgehen von Force India: Als einziges Team wurde beim Rennstall aus Silverstone ein Testpilot hinters Lenkrad gelassen, der junge Mexikaner Alfonso Celis.

Stammpilot Nico Hülkenberg gab zu: «Den allerersten Testtag abzutreten, ist mir nicht so schwer gefallen, da verlierst du oft viel Zeit mit Funktionstests oder fährt sowieso aerodynamische Abgleiche. Der zweite Tag hingegen, der tat etwas weh.»

Acht Tage Wintertests, so wenige wie nie in den letzten Jahren, da kam es auf jeden Meter an, um sich mit dem 2016er Wagen vertraut zu machen. Aber Force India beschnitt absichtlich das Programm der Stammfahrer Nico Hülkenberg und Sergio Pérez: Der Rennstall liess den 19jährigen Mexikaner Alfonso Celis mit dem neuen Force India VJM09-Mercedes ausrücken, Force India opferte damit einen Viertel der spärlichen Wintertestzeit für den Nachwuchsmann.

Kein Wunder brummte es in den sozialen Netzwerken. Tenor: Wie viel muss Celis wohl bezahlen, damit Force India einen solchen Kompromiss eingeht? Antwort: Jedenfalls genug, damit er in der kommenden Saison auch an sieben Freitagtrainings teilnehmen wird – erstmals am kommenden Freitag auf dem Bahrain International Circuit (BIC). Für ihn Platz machen muss sein Landsmann Sergio Pérez.

Bezahlfahrer-Diskussion hin oder her: Der Fairness halber sei auch erwähnt, dass sich der Mexikaner in Spanien gut aus der Affäre gezogen hat. Der leitende Force-India-Ingenieur Tom McCullough: «Barcelona war eine gute Basis für jene Arbeit, die Alfonso bei sieben Freitagtrainings in diesem Jahr leisten wird. Wir gingen mit ihm beispielsweise die ganzen Prozedere durch, die für uns an einem Freitag normal sind. Alfonso hat sich sehr gut geschlagen, er hat keine Fehler gemacht, ich bin zufrieden mit ihm.»

Wer ist Alfonso Celis?

Für alle Leser, denen der Namen Alfonso Celis noch nicht viel sagt: Celis belegte in Diensten von ART Grand Prix in der GP3-Serie den zwölften Schlussrang, Celis hat als beste Platzierung Rang 3 im Sprintrennen von Spa-Francorchamps errungen.

Nach einer erfolgreichen Kartkarriere kam Spätzünder Celis (erst mit 13 erstmals im Kart) 2013 nach Europa. Seit 2014 fährt er in der GP3, daneben tritt er auch in der Formel Renault 3.5 an, wo er 2015 auf dem Nürburgring einen vierten Platz herausfahren konnte. In der Formel V8 3.5 wird er 2016 auch Rennen fahren.

Bei Force India ist geplant, dass die Stammfahrer Pérez und Hülkenberg abwechslungsweise für Celis aussetzen werden.
Viele Fans fragen sich: Wird der Mexikaner hier für einen Stammplatz 2017 aufgebaut? Arbeitet Force India an einem mexikanischen Nationalteam mit Celis Pérez?

Force India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer erklärte im Herbst gegenüber gpupdate.net: «Wir werden unser Bestes für Alfonso geben, aber er muss sich da draussen auch beweisen und sein Cockpit verdienen. Da läuft nichts automatisch ab. Wir werden nur Fahrer ins Auto stecken, von denen wir glauben, dass sie besser als unsere aktuellen Fahrer sind. Es macht auch keinen Sinn, die Fahrerpaarung zu ändern, wenn jemand dazu nicht in der Lage ist. Wir wollen auf der Strecke das bestmögliche Ergebnis erzielen und konzentrieren uns ganz darauf.»

Der Geschäftsführer des Privatrennstalls aus Silverstone verspricht auch: «Sollte er sich stark weiterentwickeln, werden wir ihn ins Auto setzen. Und wenn wir ihn nicht nehmen, dann ist er vielleicht stark genug, um bei einem anderen Team unterzukommen. So war es auch mit Jules Bianchi, der als Entwicklungsfahrer für Force India begann und zu Marussia wechselte. Es gibt also Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, und zwar nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Teams.»

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89781/Force-India-in-Bahrain-Perez-muss-Neuling-weichen.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:27

Toto Wolff (Mercedes): Ferrari in Bahrain noch näher

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff glaubt: «Die Piste von Bahrain sollte Ferrari liegen. Ich erwarte daher, dass sie uns noch näher rücken als beim Saisonbeginn in Australien.»


Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg in Bahrain 2014

Bahrain 2014 – das war ein Festschmaus für die Formel-1-Fans mit atemraubenden Rad-an-Rad-Duellen zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Beim kommenden Rennen in der Wüste von Sakhir könnten gemäss Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff noch ein paar Räder hinzu kommen.

Der Wiener ist der Ansicht: «Obwohl wir in Melbourne einen gesunden Vorsprung hatten, war es eng genug, dass uns die schlechten Starts leicht den Doppelsieg hätten kosten können. Die Strecke in Bahrain sollte Ferrari liegen. Deshalb erwarten wir an diesem Wochenende engere Abstände und einen sehr engen Kampf.»

«Nach dem erfolgreichen Debüt der neuen Reifenregeln beim letzten Rennen rechnen wir auch im kommenden Rennen mit einem interessanten Strategieduell. Es gibt also viel, auf das wir uns freuen können.»

Paddy Lowe, Technikchef von Mercedes, vertieft: «Die Strecke in Bahrain ist ganz anders als jene in Melbourne. Entsprechend wird es interessant sein, zu sehen, wie wir uns dort schlagen. Von einem kann man normalerweise ausgehen – dass es trocken bleiben wird.»

«Aufgrund der Startzeiten am Abend finden Qualifying und Rennen bei viel kühleren Temperaturen statt als das erste und das dritte freie Training. Dadurch fallen diese nicht ganz repräsentativ aus. Dies macht die Reifenwahl möglicherweise zu einem noch grösseren Faktor. Wir wissen bereits, dass es einen Unterschied bei der Reifenwahl unserer Konkurrenten gibt. Wir könnten also ein paar Überraschungen erleben.»

Zur Erinnerung: Die Reifenverteilung Bahrain schaut wiefolgt aus.

Lewis Hamilton und Nico Rosberg (Mercedes)
1 Satz Medium, 6 Sätze Weich, 6 Sätze Superweich

Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen (Ferrari)
3 Sätze Medium, 4 Sätze Weich, 6 Sätze Superweich


Paddy Lowe weiter: «Ein positives Ergebnis in Melbourne war, dass die neuen Reifenregeln mit unterschiedlichen Strategievarianten so gut funktioniert haben. Hier erwarten wir noch mehr davon.»

Was sagen die Fahrer?

Lewis Hamilton: «Ich schätze, es wird Rennen geben, bei denen wir ein paar Sekunden vor Ferrari liegen, welche, bei denen wir Rad an Rad kämpfen, und welche, bei denen sie vielleicht vorne sind. Wir wissen es einfach nicht – und genau das ist letztlich so aufregend. Ich habe ein gutes Gefühl bei meiner Pace. Ich war zuletzt das gesamte Wochenende bis zum Start vorne. Das stimmt mich zuversichtlich für Bahrain.»

Nico Rosberg hat in Australien den vierten Sieg in Folge eingefahren, klar will er so weitermachen. Aber der WM-Zweite von 2014 und 2015 warnt: «Ferrari war in Melbourne das gesamte Wochenende ein ernstzunehmender Gegner, und es ist klar, dass uns ein harter Kampf erwartet. Ich hatte in den vergangenen beiden Jahren in Bahrain tolle Duelle mit Lewis, aber auch mit den Ferrari. Damit rechne ich erneut.»

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89747/Toto-Wolff-(Mercedes)-Ferrari-in-Bahrain-noch-naeher.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:31

Kimi Räikkönen (Ferrari) in Bahrain: Bremsen kritisch

Der Finne Kimi Räikkönen, Formel-1-Champion von 2007, erwartet «dass einige beim kommenden Bahran-GP Schwierigkeiten mit den Bremsen bekommen werden».


Bahrain 2015: Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen, Nico Rosberg

So schnell verfliegt die Zeit – sind es wirklich schon fünfzehn Jahre her, dass Kimi Räikkönen in Australien sein Formel-1-Debüt mit Sauber gab? Der Finne ist nun 36 Jahre alt, steht im Herbst seiner Karriere, an das Gerede um seine Zukunft hat er sich längst gewöhnt: «Es scheint so, dass diese Geschichten immer wieder auftauchen. Ich fahre einfach so gut wie ich kann, der Rest liegt nicht in meiner Hand», pflegt der 20fache GP-Sieger aus seinem Stehsatz zu zitieren, wenn entsprechende Fragen auftauchen. «Ich fahre, so lange ich Spass habe. Aber Ferrari wird mein letztes GP-Team sein.»

Vor ziemlich genau einem Jahr stand Kimi wieder mal auf dem Prüfstand: In Australien war er unverschuldet ausgeschieden (das Team hatte beim Reifenwechsel ein Rad nicht richtig festgezurrt), in Malaysia stellte ihn Sebastian Vettel mit seinem Sieg in den Schatten. Vettel war vor allem im Qualifying klar der schnellere Mann.

Aber dann antwortete Kimi in der Wüste von Sakhir auf seine Weise: Ferrari hatte dank «Iceman» erneut ein Auto auf dem Podest und hätte um ein Haar sogar gewonnen. Denn arg viel länger hätte der 2015er Grand Prix in der Wüste von Sakhir angesichts der akuten Bremsprobleme von Rosberg und Hamilton für die Silberpfeile nicht dauern dürfen.

Ferrari-Teamchef Arrivabene lobte: «Der wahre Räikkönen ist zurück, und wir haben nun zwei starke Fahrer.»

Der Steuermann der Scuderia liess Kimi dann aber noch eine ganze Weile zappeln, erst im Sommer war das neue Abkommen unterschriftsreif.

Arrivabene und Ferrari-Präsident Sergio Marchionne entschieden sich für Räikkönen, weil letztlich eine echte Alternative fehlte. Der junge Valtteri Bottas hätte aus seinem Williams-Vertrag ausgekauft werden müssen und liess Felipe Massa (eine bekannte Grösse in Maranello) nicht so hinter sich, wie es ein kommender Star tun sollte. Die Chemie zwischen Kimi und Vettel stimmt überdies.

Im Testwinter 2016 zeigte Kimi: Er ist mit dem neuen Ferrari näher an Vettel dran als im vergangenen Jahr, in Australien hielt er locker einen zweiten Platz. Der überhitzte Turbolader verhinderte, dass wir herausfinden konnten, wo Räikkönen im Rennen gelandet wäre.

In Bahrain ist Kimi schon sieben Mal auf dem Podest gestanden (vier Mal als Zweiter, drei Mal als Dritter), gewonnen hat der Finne das Wüstenrennen aber noch nie.

Zum kommenden Grand Prix meint «Iceman»: «Mir gefällt das Pistenlayout von Bahrain. Obschon die Kurven nicht sehr schwierig zu sein scheinen, ist es eine knifflige Sache, eine saubere Runde hinzubekommen. Die Verhältnisse sind wegen des Windes oft wechselhaft, am Nachmittag kann es heiss sein, in der Nacht empfindlich kühl. Ob ich noch an 2015 denke? Ja, ich hätte wohl gewinnen können, wenn das Rennen ein wenig länger gedauert hätte, aber es ist unnütz, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Es war ein gutes Rennen, es hätte ein wenig besser enden können, das ist alles.»

Für das kommende Wochenende erwartet Kimi, «dass einige Bremsprobleme haben werden. Eine effiziente Kühlung der Bremsen ist eines der Geheimnisse, um in Bahrain ein gutes Rennen zeigen zu können.»

Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt: Der Stop-and-go-Charakter kommt dem Ferrari eher zu Gute als dem Silberpfeil, dem lang gezogene schnelle Kurven besser munden.

Ob das alles wirklich so kommt, werden wir ab kommenden Freitag erfahren.

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89757/Kimi-Raeikkoenen-(Ferrari)-in-Bahrain-Bremsen-kritisch.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Mi 30 März 2016 - 21:33

James Allison (Ferrari): Auszeit nach Tod der Ehefrau

James Allison (48) hat seine Ehefrau verloren und steht mit den drei Kindern alleine da. Ferrari versucht, seinen Technikchef so gut es geht zu unterstützen.


James Allison

Ferrari hatte allen Grund, sich in Australien freuen zu dürfen: Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen lagen zu Beginn des WM-Auftakts in Führung, eine missglückte Reifenwahl verhinderte eine bessere Platzierung als Rang 3 für den Deutschen, aber fest steht – Ferrari ist Mercedes näher gerückt.

Doch kaum waren die Italiener nach Maranello zurückgekehrt, kam die Nachricht wie ein Blitz aus heiterem Himmel: James Allison, der englische Technikchef des Formel-1-Rennstalls von Ferrari, hat seine Ehefrau Rebecca verloren.

Ferrari musste bestätigen: «Unser Kollege James Allison leidet unter dem plötzlichen Verlust seiner geliebten Frau Rebecca. Wir stehen James und seiner Familie in diesen Zeiten tiefster Trauer bei.»

Ferrari enthüllte nicht, woran die Mutter von James’ drei Kindern Emily, Matteo und Jonathan verstorben ist. In Italien und in England war übereinstimmend von einer Hirnhautentzündung die Rede.

Jeder, der Familienangehörige und Freunde verloren hat, der weiss: Natürlich geht das Leben nicht einfach so weiter. Ein solcher Verlust ist ein tiefer Einschnitt. Aus Italien ist zu hören: Ferrari lässt dem Trauernden komplett freie Hand. Das ist dem Rennstall hoch anzurechnen. James Allison muss sein Leben neu organisieren. Die Kinder im Teenager-Alter lebten bei der Mutter in England, James pendelte zwischen Grossbritannien und Maranello.

Noch weiss niemand, wann Allison wieder an die Rennstrecken zurückkehren wird. Ferrari äussert sich zum Todesfall nicht weiter, daher ist es unklar, wann James Allison seine Arbeit wieder aufnehmen wird.

Ferrari-Technikchef Allison hatte im vergangenen Winter angekündigt, in diesem Jahr nicht bei allen Grands Prix vor Ort dabei zu sein. Der Grund: Der studierte Luft- und Raumfahrttechniker wird von Jock Clear entlastet. Clear arbeitet für die Scuderia als Operationsleiter vor Ort und hat in Australien das erste GP-Wochenende in dieser Funktion absolviert. Allison wollte mehr Zeit zuhause verbringen und sich auch besser auf Entwicklungsarbeiten am diesjährigen Auto und am nächstjährigen Renner konzentrieren.

Auf die kurzfristige Entwicklung des Rennwagens hat die Auszeit von James Allison keinen Einfluss: Diese Arbeiten sind längst aufgegleist.

James Allison wurde am 21. Februar 1968 im englischen Louth geboren und studierte an der Universität von Cambridge. 1989 schloss er sein Studium mit einem Diplom in Luft- und Raumfahrttechnik ab und begann 1990 seine Karriere in der Formel 1, als Junior-Designer in der Aerodynamik-Abteilung des Teams Benetton.

1992 wurde er bei im französischen Rennstall Larrousse Chef der Aerodynamik-Abteilung, ging aber zwei Jahre später zurück zu Benetton. 1999 dockte Allison erstmals bei Ferrari an, ging 2005 als stellvertretender Technischer Direktor aber ein weiteres Mal zurück zu Benetton, das mittlerweile zum Werksteam von Renault geworden war. 2009 wurde er dort zum Technischen Direktor ernannt, diesen Posten behielt er auch, als der Luxemburger Investor Gérard Lopez Renault das in Enstone angesiedelte Team abkaufte. Seit dem 29. Juli 2013 ist Allison zurück in Maranello, dieses Mal als Technischer Leiter.

Der 2016er Ferrari ist der erste Formel-1-Renner, der von Anfang an unter der Leitung des Engländers entworfen und gebaut worden ist.

Quelle: http://www.speedweek.com/formel1/news/89732/James-Allison-(Ferrari)-Auszeit-nach-Tod-der-Ehefrau.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von DeFireCase am Mi 30 März 2016 - 22:13

Coole Info wieder Danke dafür.


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:04

Williams-Nase erst am Samstag

Williams muss auf die neue Nase bis zum Samstagtraining warten. HaasF1 hat das Debüt des neuen Frontflügels auf China verschoben. Force India hat die Luftdurchführung durch die Achse bereit, McLaren testet einen völlig neuen Frontflügel, und Ferrari soll ein Upgrade im Gepäck haben. Die Technik-News vom GP Bahrain.



Der Technik-Wettlauf hat schon begonnen. Und nicht immer klappt alles nach Plan. HaasF1 muss das Debüt des neuen Frontflügels auf den GP China verschieben. Es wäre mit Hängen und Würgen nur ein Exemplar fertig geworden. "Und bevor wir das dann einem Fahrer geben und dem anderen nicht, haben wir entschieden, mit zwei neuen Flügeln nach China zu kommen", erklärte Teamchef Guenther Steiner.

Auch bei Williams muss man sich noch gedulden. Aber nur bis zum dritten Training am Samstag. Die neue Kurznase kommt am Freitagabend in Bahrain an. Felipe Massa soll sie fahren. Er kennt sie schon aus dem Simulator. "Da hat sie sich sehr gut angefühlt. Aber ich traue dem Braten erst, wenn sie am Auto ist. Ich bin kein großer Fan vom Simulator."

Was verbirgt sich hinter Ferrari-Upgrade?

Force India hat seine neuen Teile rechtzeitig nach Bahrain gebracht. Beide Autos fahren mit einer Luftdurchleitung durch die Vorderachse und damit auch mit neuen Bremskühlungen vorne. "Bringt ein paar Punkte mehr Abtrieb", sagen die Ingenieure. Das System hilft, die von den Vorderrädern aufgewirbelte Luft vom Auto fernzuhalten.

Auch Renault hat jetzt zwei neuen Nasen und zwei neue Frontflügel am Auto. In Melbourne war nur Kevin Magnussen mit dem neuen Flügel unterwegs. "Jetzt haben wir endlich Zeit, einen vernünftigen Vergleichstest mit dem alten Flügel zu fahren", freut sich Einsatzleiter Alan Permane. McLaren packt wieder mal einen neuen Frontflügel aus. Mehr als eine bloße Modifikation. "Ein neues Konzept", verrät Teamchef Eric Boullier.

Ferrari soll ein Upgrade im Gepäck haben. Was genau, wir nicht preisgegeben. Es heißt: "Einige sichtbare und einige unsichtbaren Teile." Mercedes bringt die Melbourne-Spezifikation an den Start. "Unser nächstes größeres Upgrade ist für den GP China vorgesehen", verspricht Chefdesigner Aldo Costa.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/formel-1/technik-news-gp-bahrain-neue-williams-nase-erst-samstag-10796429.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:17

Fahrer kontern FIA-Kritik: "Sind nicht scharf auf ihre Jobs"

GPDA-Chef Wurz erklärt, warum Reformvorschläge in der Formel 1 vergebene Liebesmühe wären und wünscht sich eine Stellungnahme des Mehrheitseigners CVC


Alexander Wurz und seine Kollegen fordern Bernie Ecclestone zum Umdenken auf

Die Fahrergewerkschaft GPDA hat die Kritik Bernie Ecclestones und der FIA an ihrem öffentlichen Appell zu Reformen der Formel 1 zurückgewiesen. Wie der Vorsitzende Alexander Wurz im Vorfeld des Bahrain-Grand-Prix betont, gelte die Sorge der Piloten einzig dem bröckelnden Renommee der Königsklasse: "Wir sind gar nicht auf ihre Jobs aus und die GPDA hat auch keine anderweitigen Motive", erklärt der Österreicher 'Autosport'. Das Begehren der Aktiven zu artikulieren hält er für unverzichtbar.

Wurz sagt: "Die Fahrer machen etwas Wichtiges: Sie drängen darauf, den Sport aus der Krise zu führen. Wir wollen, dass die Formel 1 in jeglicher Hinsicht führend und ultra cool ist." Dass die GPDA bisher nur Missstände aufzeigte, selbst jedoch keine konkreten Verbesserungsvorschläge auf den Tisch legte, wertet die Initiative aus seiner Sicht nicht ab. Er glaubt an eine manövrierunfähige Serie.

So sieht Wurz die Mächtigen der Szene unter Zugzwang: "Solange die Verantwortlichen die Krise in sportlichen Belangen und auch in ihrem geschäftlichen Umfeld nicht registrieren, haben wir die Befürchtung, dass sich sogar die tollste Idee in einer Sackgasse verfährt", befürchtet der GPDA-Chef und spielt Ecclestone, der FIA und ihrem Präsidenten Jean Todt den Ball zu: "Die führenden Köpfe respektive die Inhaber müssen sich die Sache ansehen und Reform durchführen", erklärt der 42-Jährige.

Wurz verspricht, dass die GPDA weiter gewillt wäre, sich auf Nachfrage in einen Reformprozess einzubringen. Er fordert jedoch, dass der Sport an erster Stelle stünde. Was ihm nicht schmeckt ist, dass Ecclestone und Co. schalten und walten, wie sie wollen. Er wünscht sich eine Reaktion auch von Formel-1-Mehrheitseigner CVC Capital Partners. "Bernie und Jean beantworten Briefe der Fahrer immer freundlich. Wir warten, ob andere Beteiligte oder die Besitzer der Formel 1 es auch tun werden."

Die in der Fahrervereinigung Grand-Prix-Drivers-Association organisierten Formel-1-Fahrer hatten sich vergangene Woche mit einem nachdrücklichen Appell (der offene Brief im Wortlaut) an die Verantwortlichen gewandt und Reformen gefordert. Die aktuellen Strukturen seien schlecht und überholt und würden den weiteren Erfolg gefährden, hieß es in einem offenen Brief, der von Jenson Button, Sebastian Vettel und Wurz selbst unterschrieben wurde.

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/fahrer-kontern-fia-kritik-sind-nicht-scharf-auf-ihre-jobs-16033110.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:20

Renault warnt: Formel 1 darf nicht zur Langstrecke verkommen

Cyril Abiteboul tritt dafür ein, die Verbrauchsbegrenzung von 100 Kilogramm Benzin pro Rennen zu lockern, damit die Fahrer mehr attackieren können


Renault-Sportchef Cyril Abiteboul vertritt eine andere Meinung als Toto Wolff

Renault-Sportchef Cyril Abiteboul warnt davor, die Formel 1 auf technologischer Ebene zu stark in Richtung Effizienz zu trimmen und dadurch zu nahe an den Langstreckensport heranzurücken: "Die Formel 1 besteht aus Sprintrennen, in denen man normalerweise permanent attackieren können sollte", erklärt er.

Mit den aktuellen 1,6-Liter-V6-Hybrid-Turbomotoren wurde ein maximaler Benzinverbrauch von 100 Kilogramm pro Rennen vorgeschrieben, was einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs um etwa ein Drittel darstellt. Zudem ist eine maximale Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde erlaubt. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass einzelne Teams kurzzeitig enorme Mengen an Leistung freisetzen können, etwa für eine Qualifying-Runde.

"Den Benzindurchfluss zu regulieren, ist ausreichend. Wir brauchen keine Begrenzung der Gesamtbenzinmenge", findet Abiteboul. "Wir müssen aber sicherstellen, dass keine künstlichen Wege geschaffen werden, die Elektromotoren durch Benzinverbrennung zu nutzen. Das wäre komplett konträr zu der Botschaft, die wir aussenden wollen." Die da nämlich lautet: Die moderne Formel 1 ist benzineffizient und ihre Technologie gesellschaftsrelevant.

"Ich bin ein großer Verfechter davon, dass die Formel 1 die Formel 1 bleibt", unterstreicht Abiteboul. "Wir sollten uns nicht an der Langstrecke orientieren. Wenn wir die Formel 1 mit der Langstrecke kreuzen, könnte das die Formel 1 gefährden. Auf der Langstrecke geht es um Effizienz, Nachhaltigkeit und die Fähigkeit, sehr lange Distanzen ohne Probleme zurückzulegen." Doch die Formel 1 muss in seinen Augen ein Sprintrennen bleiben, in dem man nonstop attackieren kann.

Was, so halten Kritiker entgegen, eigentlich schon seit Jahren nicht mehr der Fall ist. Abiteboul stimmt zu: "Auch in der V8-Ära hat es schon Benzinmanagement gegeben. Es war Teil der Taktik, die Rundenzeit für die komplette Renndistanz aus teamstrategischer Sicht zu optimieren. Das hat in der Formel 1 schon immer dazugehört, aber ohne Begrenzung der Benzinmenge. Daher würde ich diese komplett wegfallen lassen."

Der Franzose ist der Meinung, dass man dadurch viele Fans besänftigen würde, denen es nicht gefällt, wenn Fahrer Sprit sparen anstatt den vor ihnen liegenden Gegner zu attackieren. Man habe mit der neuen Antriebsformel um 30 bis 40 Prozent an Benzineffizienz hinzugewonnen, "aber diese fantastische Botschaft wird durch die Tatsache zerstört, dass die Fans glauben, mit dieser Benzinbegrenzung geht es nur noch ums Benzinsparen".

Innerhalb der Entscheidungsgremien der Formel 1 gibt es dazu unterschiedliche Ansichten. Während etwa Renault stark für eine Lockerung der Benzinregeln eintritt, lehnt Mercedes eine solche strikt ab. Argument: Man könnte nicht einerseits "grün" sein wollen, andererseits aber den Benzinverbrauch wieder erhöhen. Abiteboul: "Ich habe meine Meinung gesagt, Toto (Wolff, Mercedes-Sportchef; Anm. d. Red.) seine. Es wird eine Abstimmung geben."

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/renault-warnt-formel-1-darf-nicht-zur-langstrecke-verkommen-16033107.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:25

Da kann ich ihn nur recht geben. thumbs up

Mich stört es auch, dass die Motoren vor allem Mercedes rund teilweise 6 Rennen halten...

Was hat das dann noch mit Formel 1 zu tuen, wenn es kaum mehr technische Defekte mehr geben sollte?

Zwar ist es das Ziel das zu verhindern, aber was Mercedes da macht  scratch , damit können sie Langstreckenrennen fahren, aber sowas hat nichts mit F1 zu tuen.

Alles schön und gut für Mercedes, aber dann sollen sie nicht in die F1 kommen mit so einen Anspruch.


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:29

Sauber in Bahrain: Hoffnung auf "normaleres" Wochenende

Sauber startete schlecht in die Formel-1-Saison 2016 und auch der Grand Prix von Bahrain wird eine schwierige Aufgabe für Felipe Nasr und Marcus Ericsson


Bei Sauber gibt es noch Aufholbedarf: Felipe Nasr blickt auf "schwierige Saison"

Schon das erste Rennen der Formel-1-Saison 2016 war für das Sauber-Team eine Herausforderung. Mit finanziell begrenzten Mitteln und verspäteter Präsentation des 2016er Boliden startete man in eine ungewisse Saison. Felipe Nasr und Marcus Ericsson reihten sich mit einem 15. Platz und einem Ausfall aufgrund eines technischen Problems mit Null Punkten in Australien als Vorletzter nur noch vor Manor in der Team-Wertung ein. In Bahrain soll ein "normaleres" Wochenende für Fortschritt sorgen.

"Ich erwarte ein normaleres Wochenende. In Australien hatten wir ein schwieriges Wochenende, da spreche ich für das gesamte Team. Es war klar, dass wir nicht genügend Zeit haben, um alles vorzubereiten. Wir haben das Auto nicht zu 100 Prozent verstanden." Nasr, der 2016 seine zweite Formel-1-Saison mit den Schweizern bestreitet, erklärt, dass sein Sauber C35 erst in Australien fertiggestellt wurde. Die erste Ausfahrt im Regen am Freitag war dabei ebenfalls wenig hilfreich. "Wir hatten nicht die perfekten Bedingungen, um alle Systeme zu checken. Wir haben aber viel gelernt."

Trotzdem laufen viele Dinge noch nicht optimal, wie er bereits im Vorfeld des Bahrain-Wochenendes anklingen ließ. Unter einem "normaleren Wochenende" versteht der 23-Jährige: "Einen Freitag, wo wir die Abstimmung herausfinden, die einzelnen Teile verstehen, die Reifen, die Bremsen, die gesamte Abstimmung." Das zweite Rennwochenende im neuen Jahr sieht er bereits als eine Art Neustart an. Insgesamt wird es für Sauber aber wohl ein schwieriges Jahr werden, deutet Nasr an. "Es gibt noch viele Hausaufgaben, die zu machen sind. Wir haben Updates geplant, aber die funktionieren nur mit der finanziellen Unterstützung."

Auf das Prinzip Hoffnung stützt sich auch Marcus Ericssons Aussage vor dem Nachtrennen im Nahen Osten: "Ich denke und hoffe, dass wir besser sind." In Bahrain sollte die "normalere Strecke" für mehr Daten und Vergleichsmöglichkeiten sorgen. "Es sollte außerdem trocken bleiben. Wir müssen in den Trainings viel fahren, was hilfreich sein wird", so der Schwede.

In Melbourne habe es nicht nur an technischen Schwierigkeiten gelegen, auch die Abstimmung für das Rennen sei nicht optimal gewesen, gibt Ericsson im Nachhinein zu. "Wir sind mit nur vier Testtagen im neuen Auto nach Melbourne gereist. Am Freitag konnten wir nicht fahren." Der Regen machte das Testen unmöglich. Am Samstag im Qualifying sei man ganz gut gewesen - "Es war sehr knapp mit Q2", Ericsson qualifizierte sich auf dem 16. Rang.

"Aufgrund weniger Testkilometer lagen wir bei der Abstimmung für das Rennen ein bisschen falsch." Im Rennen schied der 25-Jährig aufgrund eines Defekts an der Antriebswelle in Runde 38 schließlich aus. "Das war ein enttäuschendes Wochenende." Am kommenden Rennwochenende in Bahrain möchte das Team Boden gutmachen. Im Vorjahr holte der Schwede im C34 den 14. Rang, Nasr wurde Zwölfter.

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/sauber-in-bahrain-hoffnung-auf-normaleres-wochenende-16033113.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:32

Renault will über Qualifying-Performance vorankommen

Beim Comeback-Grand-Prix als Werksteam verpasste Renault in Melbourne nur knapp die Punkte und will jetzt schon samstags ansetzen um die Top 10 zu erobern


Renault-Teamchef Frederic Vasseur ist grundsätzlich zufrieden mit dem Auftakt

Laut Renault-Teamchef Frederic Vasseur muss sich sein Team im Qualifying bessern, um regelmäßig in die Punkte fahren zu können. Beim Australien-Grand-Prix hat Renault die Punkteränge nur knapp verpasst und landete mit Jolyon Palmer und Kevin Magnussen auf den Rängen elf und zwölf. Dem Werksteam wurde dabei auch die Performance am Samstag zum Verhängnis, als Palmer und Magnussen nur die Startplätzen 14 und 15 schafften.

"Wir können mit dem Auftakt zufrieden sein", so Vasseur. "Wir konnten mit beiden Autos bis zum Ende fahren und die Pace war gut. Kevins letzter Stint war sehr gut und Jolyon lag zu 75 Prozent des Rennens in den Top 10. Es kam unerwartet, dass wir die Pace von Force India mitgehen konnten, deswegen können wir nicht meckern. Aber wir wissen, dass wir an unserer Qualifying-Performance arbeiten müssen. Die Voraussetzungen sind vielversprechend und das Ergebnis wird alle für das kommende Rennen antreiben."

Vasseur bestätigte außerdem, dass Updates sowohl für den Motor, als auch für das Chassis auf dem Weg sein, denn das eine könne dem anderen nicht vorgezogen werden. "Wir haben beim Motor wie auch beim Chassis noch viel Arbeit vor uns", sagt er. "Wir können uns nicht nur auf eins konzentrieren, um es ins Mittelfeld zu schaffen, wir müssen überall ansetzen. Wir sind uns der Situation bewusst und jeder, inklusive der Fahrer, gibt sein Bestes. Aber ich denke, wir sind in einer recht komfortablen Position."

Obwohl die Mannschaft nach der Übernahme von Lotus und der Rückkehr als Werksteam die ersten Punkte verpasst hat, betont Vasseur, dass die Performance von Palmer und Magnussen vielversprechend genug war, um Renault den Weg zu weisen.

"Sie haben das sehr gut gemacht", sagt er. "Sie haben die ganze Renndistanz über keinen Fehler gemacht und bisher bin ich sehr beeindruckt von ihnen. Wir haben erwartet, dass sie ihren Job gut machen würden und das ist großartig. Es bedeutet, dass wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren können. Daher war das erste Rennen sehr vielversprechend."

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/renault-will-ueber-qualifying-performance-vorankommen-16033109.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:45

Frag Gary Anderson: Formel 1 wird nicht auf die Fahrer hören

Formel-1-Experte Gary Andreson beantwortet wieder einmal Leserfragen zum Thema GPDA-Brief, den schlechten Mercedes-Starts und der Bremskühlung


Gary Anderson steht den Lesern wieder einmal Rede und Antwort

Nach dem Saisonstart der Formel 1 ergeben sich viele Fragen, und Experte Gary Anderson beantwortet einige von ihnen. So erklärt der langjährige Formel-1-Designer, warum der offene Brief der Formel-1-Fahrer seiner Meinung nach mehr geschadet als genutzt hat und beschreibt, welche Bremsprobleme Nico Rosberg in Australien hatte und wie er sie gelöst hat. Anderson analysiert auch das grandiose Debüt von Haas und erläutert, warum Überholen auch 2017 mit den neuen Autos nicht einfacher werden dürfte.

David Hales (E-Mail): "Was hältst du vom Brief der GPDA über die Führung der Formel 1?"
Gary Anderson: "Der war lange überfällig, aber leider wird niemand, der in der Formel 1 etwas zu sagen hat, davon Notiz nehmen. Er hat vielleicht sogar geschadet, denn er wird einen Keil zwischen die Fahrer und die Entscheidungsträger getrieben haben. Das haben wir in all den Jahren immer wieder erlebt."

"Letztendlich wurde jede Gruppe, die sich gebildet hatte und deren Wort ein gewisses Gewicht hatte, früher oder später auf die schwarze Liste gesetzt und dann aufgelöst. Wenn sich die Fahrer zusammensetzen und einen offenen Brief an die Mächtigen schreiben, dann untergräbt das jede Beziehung, die vorher eventuell vorhanden war. Dass sich Bernie Ecclestones Antwort vor allem auf die Grammatik und weniger auf den Inhalt des GPDA-Briefs bezieht zeigt, wie ernst er diese Gruppe nimmt."

Wieso Mercedes in Australien schlecht gestartet ist

@eggry (Twitter): "Glaubst du, dass das Funkverbot und die Rückkehr zu nur einer Kupplungswippe die Starts von Mercedes beim Australien-Grand-Prix beeinflusst hat? Die waren ja schrecklich!"

Anderson: "Das Funkverbot und die Rückkehr zu nur einer Kupplungswippe wurden aus genau diesem Grunde beschlossen: um die Starts schwieriger zu machen. Die Fahrer bekamen viel zu viel Hilfe von den Ingenieuren, und dran haben in Wahrheit auch diese Regeln nichts geändert."

"Ich erwarte aber nicht, dass sich das Problem von Mercedes oft wiederholen wird, denn die für die Kontrollsysteme zuständigen Ingenieure werden seit AustralienTag und Nacht daran gearbeitet haben, es zu lösen. Wir können nur hoffen, dass Mercedes das in den nächsten Rennen nicht geregelt bekommt, denn sie haben immer noch das beste Auto. Ohne schlechte Starts wird Mercedes genau wie 2014 und 2015 davonziehen."

Rob Watts (Twitter): "Was ist die Schwachstelle des Pakets von Manor? Sie waren in Melbourne viel zu langsam, obwohl sie einen Motor von Mercedes und ein Getriebe von Williams haben?"
Anderson: "Rob, die Antwort ist einfach: Geld. Leider braucht man ein entsprechendes Budget, um die besten Leute anzustellen und ihnen die richtigen Werkzeuge für ihre Arbeit zu geben. Ein konkurrenzfähiges Formel-1-Auto zu bauen ist keine einfache Sache und erfordert gewaltige Ressourcen, vor allem im Bereich der Aerodynamik. Manors langsame Rundenzeiten kommen durch zu wenig Abtrieb zustande."

"Sie haben aber nicht genügend Geld, um in das zu investieren, was für ein besseres Aerodynamik-Pakete benötigt wird. Wenn dein Budget begrenzt ist, musst du es sorgfältig einsetzen. Die Einsatzkosten bei den Rennen sind für Manor ähnlich hoch wie für Mercedes, da kann man nur wenig sparen. Man muss dann entscheiden, wo man den Rotstift ansetzt."

"Normalerweise verstehen die Erbsenzähler in den Teams nicht wirklich viel vom Rennsport und kürzen die Mittel für die Forschung, worunter die Performance leidet. Bei alledem darf man aber nicht vergessen, dass Manor im Vergleich zum vergangenen Jahr Fortschritte gemacht hat. Es liegt allerdings noch ein langer Weg vor ihnen."

Unabhängige Gruppe sollte die Regeln entwerfen

@diegtristan (Twitter): "Wäre die Formel 1 nicht viel besser, wenn die Teams bei den Regeln nichts zu sagen hätten, sondern einfach machen würden, was man ihnen sagt?"
Anderson: "Da hast du Recht, für die Formel 1 wäre es besser, wenn die Teams viel weniger mit den Regeln zu tun hätten. Die Teams haben viele talentierte Ingenieure und einige sehr erfahrene Piloten. Sie werden wissen, was man tun muss, um die Probleme zu lösen. Ich glaube, dass man diesen Erfahrungsschatz braucht, um die Regeln zu schreiben. Der Knackpunkt ist, dass die Teams, vor allem die Teamchefs, allen Veränderungen zustimmen müssen."

Und da jeder einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten haben will, stimmt nie jemand für das, was für die Formel 1 insgesamt am Besten wäre. Die Gruppe, welche die Veränderungen ersinnt, müsste aus erfahrenen Ingenieuren und einigen Fahrern bestehen, die unabhängig von der FIA, FOM oder einer anderen Interessengruppe sind, welche die Ausrichtung der Formel 1 beeinflusst. Sie müssen die möglichen Fallstricke aus den Vorschlägen der Teams aussortieren und dann ein Paket zusammenstellen, welches den Anforderungen entspricht. Genau das passiert im Moment aber nicht."

Ben Eaton (E-Mail): "Man hat mitbekommen, dass Nico Rosberg in Australien Bremsprobleme hatte. Welcher Art waren sie und wie bekommt der Fahrer das in den Griff? Wenn es ein Problem mit der Kühlung war, warum baut man diese dann nicht absichtlich größer, damit man bestimmt nicht in Probleme gerät?"
Anderson: "Rosbergs Bremsen haben überhitzt. Wenn das passiert, steigt zum einen der Verschleiß der Kohlefaser-Bremsscheibe dramatisch an. Zum anderen können sich die Bremszylinder so stark erhitzen, dass die Bremsflüssigkeit zu kochen beginnt. Wenn das passiert, heißt es game over."

"Das Team überwacht den Verschleiß und die Temperatur permanent. Früher, als die Funkkommunikation noch völlig offen war, hätte man ihn über das Problem informiert und ihm gesagt, wie er am besten aus dieser Situation herauskommt. Durch die Einschränkungen des Funkverkehrs liegt es nun am Fahrer, dass Problem zu erkennen und zu lösen. Was konnte er also tun?"

"Die Bremsbalance wird auf alle vier Räder verteilt, Rosberg wird also gespürt haben, dass die Bremsleistung an einem Fahrzeugende nachlässt. Die Verzögerung an einer Achse wäre geringer gewesen, wodurch er früher als bisher hätte bremsen müssen. Auch hätte er vielleicht die Räder blockiert. Er hätte dann entscheiden müssen, wie er die Bremsbalance verstellt. Er hätte auch früher vom Gas gehen können, damit der Luftwiderstand das Auto abbremst, bevor er auf die Bremse steigt. Manche Fahrer kommen damit zurecht, und Rosberg ist einer von ihnen. Andere wären mit dem Problem einfach weitergefahren, bis sie ausgefallen wären."

"Dann fragst du, warum man das Auto nicht mit größeren Bremskühlern versieht, um das Risiko zu verringern. Nun, das ist sehr einfach: Luft, die man für die Kühlung verwendet, kann man nicht nutzen, um Abtrieb zu erzeugen. Je größer die Kühler für Bremsen und/oder Motor sind, umso weniger Luft hat man, um Abtrieb zu erzeugen. Und Abtrieb ist Performance. Wenn wir eine umgekehrte Startaufstellung hätten, würde das Aerodynamik-Setup völlig anders als heute aussehen. Die Teams müssten sich auf dieses Problem einstellen und das Design so verändern, dass die ultimative Performance im Verkehr und nicht in sauberer Luft erzielt wird.

"Haas hat die Messlatte gelegt"

Benjamin Parkinson (E-Mail): "Das Debüt von Haas war das beeindruckendste, das wir seit langer Zeit gesehen haben. Es wurde aber viel darüber geredet, dass es ein Ferrari-B-Team ist. Denkst du, dass der Weg von Haas der richtige für die Formel 1 ist, und sollte es möglich sein, echte Kundenautos zu fahren?"
Anderson: "Haas hat ohne Zweifel fantastische Arbeit geleistet. Man darf aber nicht vergessen, dass der Teambesitzer seit vielen Jahren in Amerika im Motorsport aktiv ist. Gene Haas weiß genau, was es braucht, um ein schlagkräftiges Team aufzubauen. Zusammen mit der Erfahrung von Günther Steiner in Europa war das eine gute Ausgangsposition."


Das starke Debüt von Haas nötigt auch Andreson Respekt ab

"Und ein Team mit der Hilfe von Ferrari aufzubauen, entspricht dem Wortlaut der Regeln. Wenn Haas dadurch zu einem Ferrari-B-Team wird, ist das für die Formel 1 nur gut. Wir dürfen auch Haas' Zusammenarbeit mit dem italienischen Hersteller Dallara nicht vergessen. Das ist eine tolle, kleine italienische Firma, und dieses Mal haben sie genug Zeit und Geld für das Projekt eines Formel-1-Autos bekommen. Viele andere neue Teams sind diesen Weg nicht gegangen, weil sie zu stolz waren oder meinten, sie könnten es selber besser oder billiger machen."

"Haas hat die Messlatte für alle anderen gelegt, die in die Formel 1 einsteigen wollen. Der beste Weg steht nun eindeutig fest. Wir alle wollen einen engeren Wettbewerb, und wenn man das auf diesem Weg erreicht, ist das für uns Zuschauer und Fans besser. Und wenn es für uns besser ist, dann ist es für die Formel 1 als Ganzes besser."

Überholen dürfte auch 2017 nicht einfacher werden

Phil Restas (E-Mail): "Für die Autos wird es immer schwieriger, anderen Fahrzeugen zu folgen, weil sie dafür konstruiert wurden, in 'sauberer' Luft zu fahren. Würde dieses Problem möglicherweise dadurch gelöst, wenn alle Teams im Windkanal ein von der FIA definiertes Musterauto vor ihre Modell stellen und bei den CFD-Simulationen etwas vergleichbares machen müssten?"
"Phil, seit mindestens sechs Saisons ist es doch folgendermaßen: Hat man ein Auto, das schnell genug ist um sich vorne zu qualifizieren und kommt am Start gut weg, ist die Chance groß, dass man davon fährt und gewinnt."

"Als Red Bull dominierte, waren sie auf der Geraden 20 km/h langsamer als einige ihrer Rivalen. Aber sie hatten genug Grip um eine Rundenzeit zu fahren, die gut für die Pole war. Nur wenn ihr Plan schief ging, hatte Red Bull Probleme. Bei Mercedes ist es jetzt noch extremer. Ihr Auto hat die Performance, gehört aber auch zu den schnellsten auf der Gerade. Daher stehen ihre Autos vorne, und wenn sie nicht wie beim vergangenen Rennen den Start vermasseln, haben die anderen keine Chance."

"Wir hören ständig, dass sich Fahrer darüber beschweren, dass sie das Auto vor ihnen nicht angreifen können. Daher hast du Recht, es sollte etwas getan werden. Was aber für 2017 geplant ist, wird dieses Problem nicht lösen. Die breiteren Reifen sind zwar eine Verbesserung, aber durch den höheren Abtrieb wird das wieder kompensiert. Es ist also möglicherweise wieder einmal eine Veränderung, durch die sich nichts ändert. Und wie immer wird jeder, der damit zu tun hatte, hinterher sagen: 'Ich habe es ihnen gesagt, aber sie wollten nicht hören.'"

"Sie, und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wer mit 'sie' gemeint ist, müssen schnell aufhören, die Köpfe in den Sand zu stecken. Andernfalls drohen den ohnehin schon am Hungertuch nagenden Mittelfeldteams weitere hohe Kosten für nichts. Und wenn die Mittelfeldteams wegfallen, haben die wohlsituierten Werksteams niemanden mehr, den sie schlagen können."

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/frag-gary-anderson-formel-1-wird-nicht-auf-die-fahrer-hoeren-16033101.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:50

Fernando Alonso verletzt: Keine Starterlaubnis für Bahrain!

Grand-Prix-Debüt für Stoffel Vandoorne: Die FIA-Ärzte verweigern Fernando Alonso "aus Sicherheitsgründen" die Starterlaubnis für Bahrain (Artikel-Update 3)


Fernando Alonso erhält keine Erlaubnis, das Rennen in Bahrain zu fahren.

Fernando Alonso wird nicht am Grand Prix von Bahrain 2016 teilnehmen. Das hat eine medizinische Untersuchung des McLaren-Honda-Fahrers am Donnerstagmorgen in Manama ergeben. Ergebnis dieser Untersuchung ist, dass die FIA-Ärzte Alonso "aus Sicherheitsgründen" keine Startfreigabe erteilen können.

Beim Vergleich zweier CT-Scans des Brustbereichs wurde festgestellt, dass die Heilung nach dem schweren Unfall beim Grand Prix von Australien in Melbourne nicht schnell genug vorangeschritten ist. Um bei einem erneuten Zwischenfall eine schwerere Verletzung zu verhindern, muss Alonso in Bahrain zuschauen. "Wir halten uns an die Entscheidung der FIA-Ärzte", erklärt das McLaren-Team via Twitter.

"Nach dem Unfall in Australien habe ich bis zur letzten Minute alles versucht, in Bahrain fahren zu können", schreibt Alonso auf Instagram. "Es waren logischerweise harte Tage nach dem Einschlag, aber ich habe versucht, dem Team nach der unglaublichen Reparaturarbeit zu helfen. Ich verstehe den Standpunkt der FIA-Ärzte und werde jetzt versuchen, Stoffel zu unterstützen, das Beste aus dem Wochenende zu machen."



An Alonsos Stelle wird McLaren-Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne den Grand Prix bestreiten. Der 24-jährige Belgier wurde von Super-Formula-Tests in Japan nach Bahrain bestellt, falls Alonso ausfallen sollte, und kommt nun an der Seite von Jenson Button zu seiner Rennpremiere in der Formel 1.

Bekannt geworden sind inzwischen die Erkenntnisse des offiziellen FIA-Unfallberichts zur Kollision mit Haas-Fahrer Esteban Gutierrez in Melbourne. Alonso ist dort mit 307 km/h abgeflogen und 48 Meter weit durch die Luft gesegelt. Der Einschlag war so hart, dass dabei sogar die Sitzschale brach. Kurzzeitig war der Spanier einer Belastung von 47g ausgesetzt. Zum Vergleich: Bei Jules Bianchis tödlichem Unfall in Suzuka wirkten kurzzeitig bis zu 254g.



Dass Alonso Bahrain möglicherweise auslassen muss, deutete sich schon an, als er leicht humpelnd zur FIA-Untersuchung im Medical-Center an der Rennstrecke in Manama erschien. Vor dem nächsten Rennen in Schanghai muss er sich noch einmal durchchecken lassen, ehe er wieder an den Start gehen darf.

Alonso ist heute einer der Teilnehmer bei der offiziellen FIA-Pressekonferenz um 14:00 Uhr deutscher Zeit in Manama.

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/fernando-alonso-verletzt-keine-starterlaubnis-fuer-bahrain-16033108.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:54

Surer: Mercedes wird Reifenwahl in Bahrain bereuen

Formel-1-Experte Marc Surer rechnet vor: Ferrari geht im Gegensatz zu Australien mit einem Reifenvorteil in das Grand-Prix-Wochenende von Bahrain


Hat Mercedes im Reifenpoker von Bahrain schon jetzt schlechte Karten?

Nach dem Qualifying-Desaster und dem Funkverbot-Durcheinander hat eine Regeländerung für die Formel-1-Saison 2016 großen Lob einstreichen können: Die neue Reifenreglementierung, bei der pro Rennwochenende drei verschiedene Pirelli-Mischungen zur Auswahl stehen, hat in Melbourne die gewünschten zusätzliche Taktik-Dramatik erbringen können. Auch das kommende Rennen Bahrain könnte durch die Reifenwahl wieder aufgemischt werden. Formel-1-Experte Marc Surer hat interessante Unterschiede in der Spitzengruppe entdeckt.

"Mercedes hat in Bahrain nur einen Satz der Medium-Reifen zur Verfügung", bemerkt er. "Das werden sie jetzt bereuen. Das ist die Mischung, mit der sie in Melbourne zum Sieg gefahren sind. Ferrari hat drei Medium-Sätze im Gepäck." Was beim Auftakt also noch zum Vorteil der Silberpfeile reichte, könnte das Blatt in Bahrain zugunsten der Scuderia drehen.

Das amtierende Weltmeister-Team hat aber nicht etwa nach dem Grand Prix von Australien womöglich falsch taktiert, sondern schon Wochen vorher. Die Teams müssen ihrer Reifenbestellung, die für beide Fahrer einer Mannschaft auch unterschiedlich ausfallen kann, bereits lange im Vorfeld aufgeben. Daraus ergibt sich das Spannung erzeugende Fazit: Sie konnten es nicht besser wissen.



"Man konnte nicht abwarten, was in Australien passiert, um erst dann zu entscheiden", erklärt Surer und betont noch einmal den Vorteil, den die rote Konkurrenz nun daraus ziehen kann: "Während Ferrari jetzt die Medium-Mischung im Training testen kann, muss Silber mit nur einem einzigen Satz pokern."

Beim Spitzengruppen-Reifenduell müssen jedoch auch andere Faktoren bedacht werden. So ist es beispielsweise schwer vorherzusagen, welche Rolle die mittelharte Reifenmischung auf dem Bahrain International Circuit überhaupt spielen wird. Die Wüstenstrecke bietet bei dem Nachtrennen ganz andere Bedingungen als der Straßenkurs im Albert Park. Mercedes hat außerdem bereits reichlich Medium-Erfahrung bei den Testfahrten vor der Saison sammeln können.

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/surer-mercedes-wird-reifenwahl-in-bahrain-bereuen-16033105.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Do 31 März 2016 - 16:56

Räikkönen: Motor dank schnellen Handelns wiederverwendbar

Glück im Unglück für Kimi Räikkönen: Weil schnell gehandelt wurde, kann der Finne seine Antriebseinheit vom Großen Preis von Australien 2016 weiter verwenden


Iceman on fire: Kimi Räikkönen hatte bei seinem Ausfall Glück im Unglück

Der Auftakt zur Formel-1-Saison 2016 war für Kimi Räikkönen ein Desaster: Nach 21 Runden war Schluss für den Finnen, als er mit rauchendem Motor an die Box kam und anschließende sogar Flammen aus der Lufthutze züngelten. Null Punkte zum Auftakt plus eine verlorene Antriebseinheit schien das Ergebnis zu sein. Doch zumindest eine gute Nachricht gibt es 'Autosport' zufolge: Ferrari konnte den 059/5-Verbrennungsmotor retten.

Eine Analyse ergab, dass Räikkönen Opfer eines Schadens am Turbolader geworden war, als er an dritter Stelle lag. Er schaffte es noch zurück an die Box, wo ein Streckenposten die Flammen schnell löschen konnte. Das hat nach Ansicht von Ferrari den Verbrennungsmotor gerettet. Den Turbo müssen die Roten austauschen, doch alle anderen Teile der Antriebseinheit können weiter verwendet werden.

Natürlich wird der Verbrennungsmotor (im Formel-1-Sprachgebrauch "ICE" für "Internal Combustion Engine") unter verschärfte Beobachtung gestellt werden. Weil der Große Preis von Bahrain unter Flutlicht ausgetragen wird, ist die thermische Belastung des Aggregats nicht zu hoch. Außerdem werden in einer Runde mehrfach über 300 km/h auf dem Bahrain International Circuit erreicht, sodass für ausreichend Kühlung gesorgt ist.

Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news/2016/03/raeikkoenen-motor-dank-schnellen-handelns-wiederverwendbar-16033104.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von kevin-iceman98 am Sa 2 Apr 2016 - 1:28

Vettel wartet auf mehr Power

Ferrari hat über den Winter den Rückstand auf Mercedes verkürzt. Dabei können Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen noch gar nicht die volle Power abrufen. Sie warten auf neue Turbolader. Sie sollen spätestens beim GP Spanien kommen. Und das könnte die Lücke zu Mercedes schließen.



Den ersten Verdacht lieferten die GPS-Daten. Ferrari wird auf der zweiten Hälfte der Geraden nicht mehr schneller. Den zweiten Hinweis lieferte der Report des Technischen Delegierten der FIA vom 1. April. Darin steht: Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen bekommen eine neue Steuereinheit der Leistungselektronik. Und das schon im zweiten Rennen des Jahres.

Stück für Stück sickerte der Hintergrund durch. Ferrari hat ein Turbolader-Problem. Der deutlich verbesserte Sechszylinder kann mit mehr Ladedruck gefahren werden. Doch dann bleibt für die MGU-H nichts mehr übrig. Und damit kann der elektrische Speicher nicht voll geladen werden. Statt über die gesamte Gerade zu boosten, geht der Ferrari-V6-Turbo im zweiten Teil der Vollgaspassagen in den Lade-Modus über. Und das kostet Motorleistung.

Dazu kommt: Wenn man die Turbine zu hoch dreht, kann es zu Schäden kommen. Räikkönen fiel in Melbourne aus, weil der Turbolader überhitzte und sich in der Airbox ein Feuer ausbreitete.

Neue Ferrari-Turbos beim GP Spanien in Sicht

Ferrari trägt das Problem seit den Testfahrten mit sich herum. Man hatte gehofft, es durch eine neue Software zu lösen. Deshalb der frühe Tausch der Elektronikboxen. Doch die Maßnahme war nicht von Erfolg gekrönt. Ferrari verliert auch in Bahrain auf den Geraden massiv Zeit auf die Mercedes. Und das gleich fünf Mal. Immerhin: In den Kurven ist der Ferrari SF16-H schnell. Und er schont seine Reifen.

Ferrari hat im Zusammenspiel mit Partner Honeywell neue Turbinen entwickelt. Doch Turbolader zählen zu den kompliziertesten Komponenten im Antriebsstrang. Sie haben Vorlaufzeiten von bis zu 12 Wochen. Man hofft, dass die neuen Teile bis zum Europa-Auftakt in Spanien einsatzbereit sind. Bis dahin muss man sich gegen die Mercedes weiter mit Risiko-Strategien und guten Starts behelfen.

Offenbar geht wegen der eingeschränkten Power eine halbe Sekunde verloren. Das wäre praktisch der gesamte Rückstand, den Ferrari auf eine Runde noch gegen die Silberpfeile hat. So besteht die Hoffnung, dass die roten Autos nach Behebung des Problems wirklich zu Mercedes aufschließen. Turbolader-Experten warnen aber: "Das Thema ist so komplex, dass Turbolader-Schwachstellen nicht immer im ersten Versuch ausgeräumt werden."

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/formel-1/turbo-probleme-bei-ferrari-vettel-wartet-auf-mehr-power-10800337.html


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von DeFireCase am Do 7 Apr 2016 - 14:11

So wird das Geld an die Teams verteilt
Der geheime Verteilungsschlüssel der Formel 1 enthüllt: Warum Ferrari mehr verdient als Weltmeister Mercedes und wie wenig die kleinen Teams von der FOM bekommen
Es war lange Zeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Formel 1: Die Verteilung des als "Bernie-Money" bezeichneten Geldes unter den Teams. Eben dieses Geld ist Gegenstand von heißen Diskussionen und sogar einer Beschwerde auf EU-Ebene, seit Force India und Sauber im Jahr 2015 die Wettbewerbskommission eingeschaltet haben. Nicht zuletzt weil die kleinen Teams wesentlich weniger aus dem großen Einnahmentopf der Formel 1 erhalten als die großen, kämpfen einige von ihnen finanziell ums nackte Überleben.

Ihr Unmut wird beim Blick auf die von 'Motorsport-Total.com' recherchierten Summen, die 2016 ausbezahlt werden, verständlich. So kassiert Ferrari als Branchenkrösus 192 Millionen US-Dollar, während etwa Manor gerade mal ein Viertel davon erhält. Und Sauber hat zwar die Konstrukteurs-WM 2015 einen Platz und neun Punkte vor McLaren beendet, bekommt aber von der FOM (Formula One Management) um 28 Millionen Dollar weniger überwiesen.

Noch deutlicher werden die Ungleichheiten zwischen Williams und Red Bull. Während Williams 2015 mit 257 Punkten WM-Dritter wurde, holte Red Bull als WM-Vierter nur 187 Zähler (39 Prozent weniger). Trotzdem zahlt die FOM an Red Bull um 57 Millionen Dollar (oder 66 Prozent) mehr aus. Das liegt an Bonuszahlungen für sogenannte "CCB"-Teams (CCB für Constructors Championship Bonus). Dieser erlesene Kreis umfasst derzeit Ferrari, Mercedes, Red Bull und McLaren.

Verteilt wird das Geld nach mehreren Säulen. Unter Säule 1 (Column 1) werden 335 Millionen Dollar zu gleichen Teilen ausgeschüttet. Ferrari kassiert also genauso 33,5 Millionen wie Manor. Allerdings ist für Säule 1 nur qualifiziert, wer in den vergangenen drei Jahren mindestens zweimal unter den Top 10 der Konstrukteurs-WM landete. Aus diesem Grund geht beispielsweise das neue Haas-Team, das in Australien und Bahrain sportlich für Furore gesorgt hat, komplett leer aus.

Säule 2 basiert auf dem Ergebnis der Konstrukteurs-WM des vergangenen Jahres. Das Weltmeister-Team von 2015 kassiert 19 Prozent von 335 Millionen Dollar, die im Jahr 2016 ausgeschüttet werden; der WM-Sechste wird mit zehn Prozent berücksichtigt, der WM-Zehnte nur noch mit vier Prozent. Und dann gibt es noch die Bonuszahlungen, die für die eigentliche Ungleichheit sorgen - und die Grundlage für die Beschwerde bei der EU-Wettbewerbskommission sind.

Denn während sechs von elf Teams überhaupt keine Bonuszahlungen erhalten, sind beispielsweise Ferrari 105 Millionen Dollar extra pro Jahr sicher. 70 Millionen für eine Sondervereinbarung als längstdienendes Formel-1-Team, 35 Millionen aus dem CCB-Topf. In den Genuss erhöhter Bonuszahlungen kommt 2016 auch Mercedes. Grundlage dafür sind zwei gewonnene Konstrukteurs-Weltmeisterschaften unter unverändertem Teamnamen.

Ein Sonderfall ist Haas als Formel-1-Neuling. Eigentümer Gene Haas ist es bisher noch nicht gelungen, einen kommerziellen Deal mit Bernie Ecclestone auszuhandeln, wie ihn alle anderen Teams haben, weshalb die Amerikaner Stand heute 2016 keinen einzigen Cent überwiesen bekommen. Das könnte sich jedoch noch ändern. Entsprechende Gespräche zwischen Haas und Ecclestone sollen in den kommenden Wochen stattfinden.


Früher war die Einnahmenverteilung in der Formel 1 durch das sogenannte Concorde-Agreement geregelt, ein einheitlicher Vertrag, der vom Inhaber der kommerziellen Rechte, der FIA und allen Teams unterschrieben wurde. Ein Concorde-Agreement gibt es aber nicht mehr. Stattdessen besitzen die Teams - mit Ausnahme von Haas - individuelle Verträge mit dem Rechteinhaber, die nach der Auflösung der Teamvereinigung FOTA auch individuell verhandelt wurden.

Und weil für Ecclestones Show damals manche Teams wichtiger waren als andere, bekamen diese Sonderkonditionen zugesichert. Ferrari und Red Bull waren die Ersten, die Ecclestone an sich binden konnte, im zweiten Schritt folgte McLaren. Beim Mercedes-Deal musste Niki Lauda als Vermittler helfen. Er wurde dafür vom Daimler-Konzern mit zehn Prozent der Teamanteile und dem Vorsitz im Aufsichtsrat fürstlich belohnt.

FOM-Gesamtauszahlungen in Millionen US-Dollar (Abweichung zu 2015)*:
01. (02.) Ferrari (192/+17%)
02. (01.) Mercedes (171/+36%)
03. (04.) Red Bull (144/-8%)
04. (03.) Williams (87/+5%)
05. (09.) McLaren (82/-16%)
06. (05.) Force India (67/+12%)
07. (06.) Renault (64/+25%)
08. (07.) Toro Rosso (57/+6%)
09. (08.) Sauber (54/+23%)
10. (10.) Manor (47/-2%)
11. Haas (0)

* in Klammern die Position in der Konstrukteurs-WM 2015

Davon FOM-Bonuszahlungen in Millionen US-Dollar:
01. Ferrari (105)
02. Mercedes (74)
03. Red Bull (74)
04. McLaren (32)
05. Williams (10)
"Bernie-Money" für Dummys:

Wie viel Geld wird ausgeschüttet? Im Jahr 2016 werden voraussichtlich insgesamt 965 Millionen Dollar an die Teams überwiesen. Das sind geschätzte 65 Prozent der Gesamteinnahmen der FOM. 1999 beliefen sich diese noch auf 341,5 Millionen Dollar pro Jahr, inzwischen sind es 1,4 Milliarden. Die Einnahmen stammen zum Beispiel aus Verträgen mit Rennstrecken und TV-Sendern, aus der Vermarktung der Werbebanden bei den Grands Prix oder aus dem elitären Paddock-Club, in dem VIPs für Tickets bis zu 6.300 Dollar pro Rennwochenende zahlen.

Wann wird das Geld ausgeschüttet? Grundsätzlich immer ein Jahr im Nachhinein, sprich: Das Geld, das auf der Konstrukteurs-WM 2015 basiert, wird erst im Jahr 2016 überwiesen. Und zwar in neun Raten. Erst Anfang 2017 erfolgt die letzte Zahlung für das vorangegangene Jahr. Mit dieser Schlussrate wird (nach Bilanzabschluss des FOM-Geschäftsjahres) ausgeglichen, falls die FOM mehr oder weniger als in den den Teams in Aussicht gestellten Prognosen verdient hat.
Bernie Ecclestone, Luca di Montezemolo
Luca di Montezemolo hat mit Ecclestone Ferraris heutigen Deal verhandelt
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Welche Bonuszahlungen gibt es? Den größten Bonus, 70 Millionen Dollar, bekommt Ferrari unter der Bezeichnung "LST" (Longest Standing Team). Auch für den CCB-Status werden Bonuszahlungen ausgeschüttet. Zehn Millionen kassiert Williams als "Heritage-Bonus" für Tradition. Und Red Bull und Mercedes haben in ihren Vertragsverhandlungen 35 Millionen extra rausgeschunden, als Anerkennung für mindestens zwei Konstrukteurs-WM-Titel.

Was ist mit Säule 3 passiert? Unter dem alten Concorde-Agreement war neben den Säulen 1 und 2 auch eine Säule 3 vorgesehen, von der die drei damals neuen Teams (HRT, Lotus, Virgin) partizipiert haben. Säule 3 gibt es in den individuellen Verträgen nicht mehr. Pech für das Haas-Team: Wenn es nicht gelingt, mit Ecclestone eine Sondervereinbarung auszuhandeln, steht den Amerikanern im Jahr 2016 theoretisch nicht ein Cent aus der "Bernie-Money" zu.

Wem gehört eigentlich die Formel 1? Die Formel-1-Dachgesellschaft Delta Topco hat mehrere Inhaber. Größter Anteilseigner (und wegen einer Kontrollmehrheit de facto alleiniger Entscheider) ist die Investmentgesellschaft CVC Capital Partners mit 35,5 Prozent. Neben weiteren Investoren aus dem Finanzbereich und Bernie Ecclestone gibt es aber auch Anteilseigner, auf die man wohl kaum kommen würde. Etwa (indirekt über die Norges-Bank) den Staat Norwegen oder den Lehrer-Rentenfonds des US-Bundesstaats Texas.


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Re: Boxengeflüster

Beitrag von DeFireCase am Do 7 Apr 2016 - 14:13

Wehrlein bejubelt Mittelfeld-Vorstoß: "Hätte niemand gedacht!"

Der Mercedes-Junior sieht Manor auf dem Vormarsch - Mit Platz 16 seien Probleme aus Australien ausgeräumt: "Ich hatte insgeheim auf Q2 gehofft"
Pascal Wehrlein hat im Qualifying zum Bahrain-Grand-Prix am Samstag sein Talent aufblitzen lassen. Der Manor-Pilot sicherte sich Startplatz 16 und übertrumpfte nicht nur den 1,384 Sekunden langsameren Teamkollegen Rio Haryanto (21.), sondern wies auch beide Sauber-Piloten in die Schranken und schlug dem versammelten Renault-Werksteam sowie Force-India-Pilot Sergio Perez ein Schnippchen. "Ich bin super zufrieden", freut sich Wehrlein für das Team: "Ein tolles Ergebnis für uns."

Zu Haryantos Verteidigung: Der Indonesier, der noch in Melbourne schneller war als Wehrlein, unternahm nur eine schnelle Runde und räumt ein, im Glauben an einen zweiten Versuch das Auto nicht ausgereizt zu haben. Der MR05 scheint jedoch wieder so gut zu liegen wie bei den Testfahrten in Barcelona.

Der DTM-Champion erkennt Fortschritte mit dem neuen Auto und vergleicht die Leistung mit der des Saisonauftakts in Australien: "Wenn man das Qualifying in Melbourne gesehen hat: Wir sind deutlich konkurrenzfähiger und das hat niemand erwarten können. Am Ende war es mit Q2 ganz knapp." Auf Red-Bull-Fahrer Daniil Kwjat, der noch in Abschnitt drei rutschte, fehlten ihm 0,247 Sekunden. Einen dritten Versuch startete Wehrlein nicht mehr und musste sein Ausscheiden tatenlos mitansehen, stellt aber eine Chance auf die Zeit des Russen infrage: "Ich habe insgeheim darauf gehofft. Aber meine Runde war schon ziemlich gut..."

"Wenn die Zeit abläuft, zählt die aktuelle Runde nicht. Es hätte mir für die Outlap gereicht, aber nicht mehr für eine schnelle Runde. Deshalb war es sinnlos", klärt er die Situation auf und klopft seinem Team erneut auf die Schulter: "In Australien hatten wir generelle Probleme mit dem Auto. Deshalb waren wir so weit zurück, aber wir haben sie lösen können. Man fühlt sofort, ob man mit der Abstimmung und der Balance glücklich ist." Die Mercedes-Power dürfte in Bahrain ihr Übriges getan haben.

Wehrlein, der im Albert Park an der grünen Ampel acht Positionen gutmachte, wünscht sich erneut ein gutes Händchen für die Kupplung: "Ich hoffe, dass ich wieder einen so guten Start habe wie in Melbourne. Dann müssen wir schauen: Wir hatten viel Reifenabbau und ich hoffe, dass es morgen besser ist. Bei den Longruns erwarten wir aber noch einigen Abbau. Hoffentlich kann ich mit den Autos um uns herum mithalten" Ein besser ausbalancierter Bolide und damit ruhigeres Fahrverhalten sollten sich positiv auf die bisherige Schwachstelle Reifenabbau auswirken.

Joker auf der Wehrlein-Hand: Obwohl der Supersoft-Reifen nicht die Mischung sein wird, die im Rennen die beste Wahl ist, hat er sich mit nur zwei schnellen Runden einen Satz aufgespart - der möglicherweise für Q2 reserviert gewesen wäre. Von den drei von Manor bestellten Sätzen nutze er keinen im Freien Training. "Bei hohen Außentemperaturen baut er einfach zu schnell ab", erklärt Wehrlein, der Longruns auf Medium vorzog.


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